Die Jungfreisinnigen Aargau fordern den Regierungsrat dazu auf, ein Pilotprojekt mit den Nordwestschweizer Kantonen zu prüfen, das sterile Tigermücken aussetzt. Damit soll der Ausbreitung der Tigermücke Einhalt geboten werden.
Wie das SRF berichtete, wurden im Kanton Tessin sterile Tigermücken-Männchen ausgesetzt. Die Anzahl der Tigermücken sei in Folge im ersten Versuch um 90% gesunken.1 Diese Strategie entspricht einer, wie sie beispielsweise bereits in Singapur erfolgreich praktiziert wird. Die Jungfreisinnigen Aargau fordern vom Regierungsrat, dass ein ähnliches Pilotprojekt mit den anderen Kantonen der Nordwestschweiz, namentlich Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn, geprüft wird. Die Asiatische Tigermücke stellt eine Gefahr dar, weil sie Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunyafieber übertragen kann. In den letzten Jahren breitet sich die Tigermücke vermehrt in der Schweiz aus. Neben dem Tessin gilt dabei Basel als Hotspot, wobei sich die Mücken auch im Fricktal ausbreiten.
«Es ist wichtig, jetzt zu handeln und nicht zuzuwarten, bis die Zahl der Tigermücken ins Unermessliche steigt. Wenn wir jetzt das Problem bekämpfen, kann sich die Tigermücke gar nicht richtig etablieren. Damit sparen wir sowohl bei der Bekämpfung als auch bei den Auswirkungen auf die Gesundheit Kosten.», meint Anna Staub, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Aargau. Da das Problem aber überregional und nicht lediglich kantonal ist, fordern die Jungfreisinnigen eine Kooperation mit den anderen Kantonen der Nordwestschweiz, die schliesslich auch betroffen sind. Etienne Frey, Vizepräsident der Jungfreisinnigen Aargau und Präsident der Jungfreisinnigen Brugg-Fricktal ergänzt: «Die Tigermücke ist im Kanton Aargau nachgewiesenermassen im Fricktal – in Stein, Möhlin, Rheinfelden und Kaiseraugst – präsent. Wir müssen den Regionen die Möglichkeit geben, die Tigermücken gezielt zu bekämpfen und dafür sorgen, dass sich die Mücke nicht weiter ausbreitet.» Das Aussetzen von sterilen Männchen ist laut den Jungfreisinnigen Aargau die beste Möglichkeit dazu, da die Männchen nicht stechen würden und die Anzahl so gesichert sinken würde.