Überall im Kanton Aargau hängen plötzlich Blitzer – zumindest auf Plakaten. Mit einer auffälligen Aktion
machen die Jungfreisinnigen Aargau auf das aufmerksam, was es zu verhindern gilt: den Blitzerwildwuchs.

So mancher Autofahrer wird sich am Montag wundern, weshalb plötzlich so viele Blitzer im Kanton Aargau
hängen. Die Jungfreisinnigen Aargau sind ausnahmsweise für diesen Blitzerwildwuchs verantwortlich. Rund
acht Wochen vor dem Abstimmungssonntag haben über zwei Dutzend Jungfreisinnige im ganzen Kanton Pla
kate an Kandelabern aufgehängt. Dabei hängen an verschiedenen Zentren und Strassenabschnitten massen
weise Plakate von Blitzern. Bereits beim Aufhängen stiessen die Plakate auf grosse Aufmerksamkeit und Zu
stimmung. Die Jungfreisinnigen versuchen damit aufzuzeigen, dass man eben einen solchen unverhältnismäs
sigen, willkürlichen und teils schikanösen Blitzerwildwuchs im Kanton Aargau mit der zur Abstimmung stehen
den Volksinitiative «Blitzerabzocke stoppen!» die rote Karte zeigen möchte.

Die Forderung der Initiative ist klar: Mit einer Bewilligungspflicht sollen stationäre Blitzer zwar zur Verkehrssi
cherheit beitragen, jedoch nicht wie bis anhin für rein finanzielle Beweggründe missbraucht werden. «Kon
trollen sollen auch weiterhin möglich sein – jedoch gelten, wie für den Bürger, auch Regeln für den Staat.
Kontrollen dürfen nicht als geheime Einnahmequelle zweckentfremdet werden», meint Etienne Frey, Präsi
dent der Jungfreisinnigen Aargau.

Die Bewilligungspflicht soll sicherstellen, dass die Überwachungsanlagen gezielt zur Verbesserung der Sicher
heit eingesetzt und nicht als Einnahmequelle missbraucht werden. Wie eine Interpellation unseres Grossrates
Tim Voser zeigt, schaffen fest installierte Blitzer nicht mehr Sicherheit. Vielmehr zeigen die Zahlen das Gegen
teil. In diese Richtung hat sich auch schon die Kantonspolizei geäussert. 1 Etienne Frey, Präsident der Jungfrei
sinnigen Aargau, folgert daraus: «Das zeigt, Blitzer werden zurzeit nicht dort eingesetzt, wo sie wirken, sondern
wo sie viel Geld eintreiben. Das würde sich mit unserer Volksinitiative ändern.»

Neben den reinen «Blitzerplakaten» haben die Jungfreisinnigen Aargau auch eine Vielzahl von Plakaten auf
gehängt, welche die Kernbotschaften wie «Sicherheit statt Schikane», «Kontrollieren statt Kassieren» und
«Wirksamkeit statt Willkür» der Volksinitiative verbildlichen sollen. Die Jungfreisinnigen Aargau sind optimis
tisch, dass neben dem Regierungsrat und dem Grossen Rat auch die Bevölkerung dieser ausgewogenen Vor
lage zustimmen wird.

 

Etienne Frey Präsident Jungfreisinnige Aargau
Tim VoserPräsident Initiativkomitee