Sicherheitspolitik
Weniger Bagatellbekämpfung!
Mehr Sicherheit durch sinnvollen Einsatz der Polizisten
Die Aufgaben der Polizei verändern sich ständig. Neue Formen der Kriminalität wie Cyberkriminalität, neue Verbrecherorganisationen sowie der sinkende Respekt vor Sicherheitskräften stellen die Polizei vor neuartige Herausforderungen. Zudem ist der Kanton Aargau als Grenzkanton verstärkt dem Kriminaltourismus ausgesetzt. Trotzdem verfügt dieser im nationalen Vergleich über eine tiefe Polizeidichte. Die Ressourcen der Polizei müssen deshalb besonders effizient zur Bekämpfung der schweren Kriminalität eingesetzt und – falls zwingend nötig – ausgebaut werden. Die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Sicherheitsorganisationen sollen dabei auch genutzt werden.
Verbrechen schnell und angemessen bestrafen!
Schnelle Urteile und passende Strafen zum Schutz der Opfer
Eine Verurteilung hat zum Ziel, den Täter durch Bestrafung zu besserem Handeln in der Zukunft zu erziehen und die Bevölkerung vor gefährlichen Menschen zu schützen. Zudem soll die Bestrafung auch eine abschreckende Wirkung innehaben. Damit die Richter die angemessene Strafe für die jeweiligen Täter aussprechen können, scheint es aus Sicht der Jungfreisinnigen grundsätzlich opportun, die Strafrahmen der meisten Delikte zu erweitern. Dies bedeutet, dass die tiefst mögliche Strafe gesenkt, die höchste Strafe aber erhöht wird. Somit kommt dem Richter oder der Richterin ein grösserer Ermessensspielraum zu. Damit wird die Voraussetzung für möglichst angemessene Urteile geschaffen, welche heute nur teilweise vorhanden ist. Zusätzlich muss das Opfer aber auch vor dem Täter im Rahmen eines starken Opferschutzes geschützt werden.
Kein Freiraum für Randalierer und Chaoten!
Gewaltbereite Gruppen bekämpfen
Durch gewaltbereite Gruppierungen an Demonstrationen oder Sportanlässen entsteht jeweils ein grosser Sachschaden und Unbeteiligte werden zu Opfern. Meist bleiben die Täter aber unbestraft. Schnellere Verfahren und eine grössere Handlungsfreiheit in schwierigen Situationen für die Polizei sollen eine solche Bestrafung möglich machen und damit das Begehen von Delikten verhindern. Die Jungfreisinnigen fordern weiter, dass Sportclubs bei Hochrisikospielen stärker in die Pflicht genommen werden. Es ist zu prüfen, wie diese sich angemessen an den öffentlichen Aufwänden beteiligen können. Zudem darf Beamtenbeleidigung nicht geduldet werden.
Um die Gewaltbereitschaft langfristig zu senken, ist hingegen schon früher Handlungsbedarf notwendig. Präventive Massnahmen beispielsweise an Schulen sind dabei unausweichlich.
Aktiv gegen Cyberkriminalität!
Neue Technologien erfordern neue Sicherheitsmassnahmen
Neben der «normalen» Kriminalität mehren sich Cyberkriminalitätsvorfälle. Besonders Behörden und kritische Infrastrukturen wie Kraftwerke, Kommunikationsnetze sowie der öffentliche Verkehr müssen dabei vor solchen Vorfällen geschützt werden. Dafür ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Armee, dem Nachrichtendienst und der Polizei notwendig. Zusätzlich müssen genügen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, dürfen aber nicht zu einer Ausweitung der Überwachung von Schweizer Bürger führen. Im Bereich der Cyberkriminalität ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung über die aktuellen Gefahren aufgeklärt wird.
Die entsprechenden Kompetenzen dazu müssen bereits in der Schule erlernt werden. Ausserdem müssen Massnahmen ergriffen werden, um ältere Menschen gezielt zu schützen.
Dienstpflicht für alle!
Gleichberechtigung auch beim Dienst an der Bevölkerung
Die Jungfreisinnigen stehen dafür ein, dass die Dienstpflicht – solange sie denn besteht – sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. Im Rahmen der Bemühungen um Gleichberechtigung der Jungfreisinnigen macht dies als nächster logischer Schritt Sinn. Denn zu einer wahren Gleichberechtigung im Sinne der Jungfreisinnigen gehören Chancengleichheit und gleiche Rechte – aber auch gleiche Pflichten.